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1.2.2003
Geschichte der Gemeinde Bolatice

Schon in derjüngeren Steinzeit, also im Zeitraum der Jahre 4500-2500 v.u.Z. war der Gemeindekataster mit dem Volk mit linearen und mährischer gemalter Keramik besiedelt. Die unaufhörende Besiedlung dokumentieren auch weitere Funde von Überresten des Gräberfeldervolkes, also aus der Zeit 1000-700 Jahre v.u.Z.

Im Breve des Papstes Innozenz IV., in Lyon am 18.12.1250 herausgegeben, wurde Bolatitz dem Zisterzienser-Kloster in Welehrad geschenkt, was die erste schriftliche Nachricht über die Gemeinde vorstellt. Das Verwaltungszentrum des Klostergutes im Oppaland war Stibrowitz. Das Hussitentum erschütterte das Eigentum der Zisterzienser in Welehrad und Bolatitz gewann in der Zeit Georg von Dìhylov. Eine Revindikation von Bolatitz gelang dem Kloster nicht einmal gegen seinen weiteren Besitzer, Otík von Rohow, und so enschied der Abt Stephanim Jahre 1467 Bolatitz, welches er nicht erhalten hat, direkt den Söhnen des Königs Georg von Podiebrad Viktorin und Heinrich zu verpfänden. Die Podiebrad´s verliehen dann das Pfand dem Heinrich Donath von Groß Polom. In Bolatitz war in der Zeit schon eine Erbvogtei mit einem Freihofund einem Teich, die den Pfandbesitzern von Bolatitz nicht unterlagen, und es kam deshalb zu langwierigen Streiten. Der Bolatitzer Hof mit der Vogtei gehörten den evangelischen Drahotusch in Beneschau. Im Jahre 1544 gewannen in Pfand auch das Dorf Bolatitz.

Die Veränderungen nach dem Weißen Berg ermöglichten wiederum die Rückkehr der Zisterzienser nach Bolatitz und ermöglichten eine gründliche Rekatolisierung. Dabei bewährte sich der Sohn eines Konvertiten, der Zisterzienser von Welehrad Kristian Bohumir Hirschmenzel, ein barocker Schriftsteller (1638 – 1703), der in Bolatitz den Posten des Administrator von Welehrad, später des Probstes bekleidete. Er wurde vom Troppauer Landestag beauftragt, sich um Verpflegung und Unterkunft des polnischen Königs Jan Sobieski mit Armee zu kümmern, als dieser im Jahre 1683 zur Hilfe von den Türken belagertem Wien gezogen hat. Die Kirche in Bolatitz wurde 1713 gebaut und dem Hl. Stanislaus geweiht, dem polnischen Patron, gerade zur Erinnerung dieses Ereignisses.

Für eine würdige Unterkunft der Probste erbauten die Zisterzienser in Bolatitz in den Jahren 1724 – 1748 ein frübarockes Schloß mit steinernem Portal. In derselben Zeit bauten sie in Bolatitz auch eine Barockkapelle der Hl. Maria und zuletzteine kleinere barocke Kapelle St.Johannes Nepomuk. Im Jahre 1721 hatten Zisterzienser in Bolatitz 9 Gärten, eine Kneipe und einen Hof, es lebten hier 25 Bauern, 26 Gärtner, 6 Häusler, und 10 Mietsleute.

Nach Auflösung des Kloster in Welehrad beschlagnahmte und verkaufte für 41 000 Taler der preusische Staat den Baronen Eugen und Alois Henn von Henneberg Bolatitz. Die neuen Besitzer gründeten schon im Jahre 1786 unweit vom Dorfdie Ortschaft Henneberg, die im Jahre 1893 zu Bolatitz angegliedert wurde und seit 1948 Borová heißt.

Am 19.12.1822 kauften Bolatitz die Lichnowski´s und gliederten es zum Fideikommiß Kuchelna an. Im Jahre 1873 wurde der Bau der Bolatice – Kuchelnastraße aufgenommen.

Die Schule entstand in Bolatitz im Jahre 1750, die Schulgebäuden wurden in Jahren 1837, 1897 und 1963 gebaut. Obwohl das Dorf in Preusen lag, tschechischer Unterricht blieb bis zum 1872 erhalten. Vom 1.10 1874 wurde in der Gemeinde kirchliche und Ziviltrauung eingeführt. Für die Erbauung des mährischen Volkes gründete der katholische Klerus im Jahre 1895 „Katholische Zeitung“. Im Jahre 1895 wurde im Bolatitzer Wald Lehrer Oskar Kuron ermordet. Im gleichen Jahr wurde der Bau der Eisenbahnstreke Troppau – Bolatitz – Kuchelna aufgenommen.

Gehölz Køemenky, cca 1914Gehölz Køemenky, 2002

Im Jahre 1901 wurde im Gehölz Køemenky ein Hegerhaus erbaut, das dem Kaiser Wilhem II. zur Erholung und zum Brotzeit dienen sollte. Das Jahr 1907 ist mit dem Wasserleitungbau in Henneberg verbunden. Am 7.5.1911 wurde der Grundstein der neuen Kirche gelegt,die am 24.11.1912 ausgewiht worden war. Gebaut wurde nach den Plänen des Krawarner Baumeisters Seyfried. Der erste Weltkrieg war der Zeitraum des Aufschwungs und Aufstiegs. Krieg jedoch brachte den MenschenLeiden, viele waren gefallen. Nach dem Krieg wurde Hultschiner Ländchen ein Niemandsland, erst am 4.2.1920 wurde in Paris entschieden – Bolatitz kommt zurück an die ÈSR. 1923 wurde mit der Elektrifizierung Hennebergs angefangen, 1933 wurde Padoly –Straße bepflastert und Kanalisation gelegt.


Bolatice 1924, Aus Postkarte

Im September 1938 wurde Hultschiner Ländchen zu Deutschland angegliedert, Einwohner als Deutsche anerkannt und Männer mußten zur Wehrmacht einrücken. Viele von ihnen kehrten nie mehr zurück. Schwere Kämpfe am Ende des Krieges, während derer wude die Gemeinde befreit, erinnern Gefallenendenkmälertschechischer, deutscher und russischer Soldaten. Nach 1945 kommt Hultschiner Ländchen zurück zu ÈSR. Kriegswunden wurden lange geheilt. Beschäftigungslage der Einwohner half sehr Gründung der Fabrik Juta (Konopa, heutzutage Lanex), die mit Erzeugung von Seilen und anderer Erzeugnisse begann.

Ende der 60-er Jahre wurde im Dorf neue Kanalisation gelegt, die den durch das Zentrum der Gemeinde führende Bach, verbarg. In den 70–er Jahren wurden trockene Rettentionsdämme gebaut, die das Dorf vor dem Hochwasser schützen sollen. In den 80-er Jahren erlebt Bolatitz einen großen Ausbauboom: es wurde Lanex ausgebaut, neugebaut wurden Kindergarten, Freibad Gemeindeamt, Post und Einkaufszentrum. Ende 80-er Jahre begann die Rekonstruktin des Kulturhauses und Bau der Wasserleitung, Ende 90-er Jahre mit der Rekonstruktion des Schloßes.

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Schrieb den 1.2.2003 Ing.Šenkypl Petr, r:3726x
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  Chefredakteuren: tschechische Sektion: Ing.Šenkypl Petr , englische Sektion: Ing.Bìlák Jiøí , deutsche Sektion: Ing.Šenkypl Petr. Foto im Kopf: Ing.Bìlák Jiøí, october 2002. Wenn Autor ist nicht bezeichnet, sind Materialen aus Gemeindeamt. Inhalt der Seiten ist bearbeiten mit WebAdmin, Alle rechte vorbehalten.

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