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Dorfgeschichte

Schon in der jüngeren Steinzeit, also im Zeitraum der Jahre 4500 – 2500 v.u.Z., war der Gemeindekataster mit dem Volk mit linearer und mährischer gemalter Keramik besiedelt. Die dauernde  Besiedlung belegen auch weitere Funde von überresten des Gräberfeldervolkes, also aus der Zeit 1000 – 700 v.u.Z.

Bolatice

Historie

Im Breve des Papstes Innozenz IV, in Lyon am 18.12.1250 herausgegeben, wurde Bolatitz dem Zisterzienser- Kloster in Welehrad geschenkt, was die erste schriftliche Nachricht über die Gemeinde vorstellt. Das Verwaltungszentrum des Klostergutes im Oppaland war Stibrowitz. Das Hussitentum erschütterte das Eigentum der Zisterzienser in Welehrad und Bolatitz gewann in der Zeit Geor von Dehylov. Eine Revindikation von Bolatitz gelang dem Kloster nicht einmal gegen seinen weiteren Besitzer, Otík von Rohow, und so entschied der Abt Stephan im Jahre1467 Bolatitz, welches er nicht erhalten hat, direkt den Söhnen des Königs Georg von Podiebrad Viktorin und Heinrich zu verpfänden. Die Podiebrad´s verliehen dann das Pfand dem Heinrich Donath von Groß Polom. In Bolatitz war in der Zeit schon Erbvogtei mit einem Freihof und einem Teich, die den Pfandbesitzern nicht unterlagen, und es kam deshalb zu langwierigen Streiten. Der Bolatitzer Hof mit der Vogtei gehörte den evangelischen Drahotusch in Beneschau. Im Jahre 1544 gewannen in Pfand auch das Dorf Bolatitz.

BolaticeDie Veränderungen nach dem Weißberg (1620) ermöglichten die Rückkehr der Zisterzienser nach Bolatice und ermöglichte eine gründliche Rekatholisierung. Dabei bewährte sich der Sohn eines Konvertiten, der Zisterzienser von Welehrad Kristian Bohumir Hirschmenzel, ein Barocker Schriftsteller(1638 – 1703), der in Bolatitz das Administrator Amt, später des Propstes bekleidete. Er wurde vom Troppauer Landtages beauftragt, sich um Unterkunft und Verpflegung des polnischen Königs Jan Sobieski und seine Armee zu kümmern, als dieser zur Hilfe vom Türken belagertem Wien zog. Die Kirche wurde 1713 gebaut und dem heiligen Stanislaus geweiht, dem polnischen Patron, zur Erinnerung dieses Ereignisses.

Für eine würdige Unterkunft von Propste erbauten die Zisterzienser in Bolatitz in den Jahren 1724 – 1748 ein frühbarockes Schloss mit steinernem Portal. In derselben Zeit bauten sie in Bolatice auch Barockkapelle der heiligen Maria und zuletzt kleinere St. Johannes – Nepomuk – Kapelle. Im Jahre 1721 besetzten Zisterzienser in Bolatitz 9 Gärten, ein Gasthaus und einen Hof, es lebten hier 25 Bauern, 26 Gärtner, 6 Häusler und 10 Mietsleute.

Nach Auflösung des Klosters in Welehrad beschlagnahmte der preußische Staat Bolatice und verkaute es für 41 000 Taler den Baronen Eugen und Alois Henn von Henneberg. Die neuen Besitzer gründeten schon 1786 unweit des Dorfes Ortschaft Henneberg, die im Jahr 1893 zu Bolatitz angegliedert wurde. Seit 1948 hießt sie Borowa.

Am 19.12.1822 kaufte Bolatitz Fürst Lichnowski und gliederte es zum Fideikommiss Kuchelna an. Im Jahr 1873 wurde Bau der Bolatice – Kuchelna Straße aufgenommen.

Die Schule in Bolatice entstand im Jahre 1850, die Schulgebäuden wurden in den Jahren 1837, 1897 und 1963 gebaut. Obwohl das Dorf in Preußen lag, tschechischer Unterricht blieb bis zum 1872 erhalten. Vom 1.10.1874 wurde in der Gemeinde kirchliche und Ziviltrauung eingeführt. Für die Erbauung des mährischen Volkes gründete der katholische Klerus im Jahre 1895 „Katholische Zeitung“.

Bolatice

Im Jahre 1895 wurde im Bolatitzer Wald Lehrer Oskar Kuron ermordet. Im gleichen Jahr wurde Bau der Eisenbahnstrecke Troppau-Bolatitz-Kuchelna aufgenommen. Im Jahre 1901 wurde in Křemenky-Wäldchen ein Hegerhaus gebaut, das dem Kaiser Wilhelm II. zur Erholung und zum Brotzeit dienen sollte. Das Jahr 1907 ist mit Wasserleitungsbau in Henneberg verbunden.

Am 7.5.1911 wurde der Grundstein der neuen Kirche gelegt, am 24.11.1912 war sie ausgeweiht worden. Gebaut wurde nach den Plänen des Krawarner Baumeisters Seyfried. Der erste Weltkrieg war der Zeitraum des Aufschwungs und Aufstiegs. Krieg brachte jedoch den Menschen Leiden, viele waren gefallen. Nach dem Krieg wurde Hultschiner Ländchen ein Niemandsland, erst am 4.2.1920 wurde in Paris entschieden – es kommt zurück an die CSR. 1923 wurde mit der Elektrifizierung Hennebergs angefangen, 1933 wurde Padoly – Straße bepflastert und Kanalisation gelegt.

Im September 1938 wurde Hultschiner Ländchen erneut zu Deutschland angegliedert, Einwohner als Deutsche anerkannt und Männer mussten zur Wehrmacht einrücken. Viele von ihnen kehrten nie wieder zurück. Schwere Kämpfe am Ende des Krieges, während derer die Gemeinde befreit wurde, erinnern Gefallenendenkmäler deutscher und russischer Soldaten. Nach 1945 kommt Hultschiner Ländchen wieder zurück zu CSR. Kriegswunden wurden lange geheilt. Beschäftigungslage der Einwohner half sehr Gründung der Fabrik Juta (später Konopa, heutzutage Lanex), die mit Erzeugung von Seilen und anderer Erzeugnisse begann.

Bolatice

Ende 60er Jahre wurde im Dorf neue Kanalisation gelegt, die den durch das Zentrum fließende Bach verbarg. In den 70er Jahren wurden trockene Rettentionsdämme gebaut, die das Dorf vor dem Hochwasser schützen sollen. In den 80er Jahren erlebt Bolatitz einen großen Ausbauboom: es wurden Lanex ausgebaut, neu gebaut wurden Kindergarten, Freibad, Gemeindeamt, Post und Einkaufszentrum. Ende 80er Jahren begann die Rekonstruktion des Kulturhauses und Bau  des Wasserleitungsnetzes, Anfangs 90er Jahre mit dem Bau des Gasleitungsnetzes, das 1996 fertig gestellt worden war.

1994 begann  die Rekonstruktion des Schlosses, 1997 des Freibads. 1998 wurde das Spitzenhaus zu Borova (Henneberg) instand gesetzt Das alles gelang dank der Einwohnerbeihilfe, die durch ihre Arbeitsamkeit berühmt sind.

 

Dorfname

Der Dorfname ist nur durch die Überlegung von den Bezeichnungen Boleslav – Bolata – Bolek – Bohati – Bohatice und Ersetzung “k“ Laut´s durch“l“Laut abzuleiten. Der tschechische Name stammt aus dem Jahr 1612, vorher hieß das Dorf Biletice (1592), noch früher Bolatice (1440).

 

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